Leinen Hanfstoff

Leinenstoff – Herkunft und Anwendungsbereiche

Leinen wird aus den Stängeln der Flachspflanze gewonnen. Bei der Gewinnung des Rohstoffes werden die Fasern aus der Rinde herausgelöst. Ein typisches Merkmal von Leinenstoff ist die unregelmäßige Verdickung.

Nähzubehör

Alle ansehen

STOFF-VORSCHLÄGE

Alle ansehen

Ein großer Vorteil von Leinenstoff ist vor allem seine hohe Scheuer- und Reißfestigkeit. Außerdem sind Leinenstoffe sehr atmungsaktiv und können grundsätzlich kochend heiß gewaschen werden. Dieses Gewebe wirkt von Natur aus schmutzabweisend und kühlend. Ein Nachteil stellt für viele die starke Knitterneigung dar. Daher wird für Bekleidung in vielen Fällen ein Gemisch aus Baumwolle und Leinen verwandt, das sogenannte Halb-Leinen. Reinleinen findet sich zum Beispiel bei Küchentüchern Oberbekleidung und Bett- und Tischwäsche.

 

Hanfstoff – Eigenschaften und Herkunft

Naturstoffe aus Hanf spielen eine immer größere Rolle in der Textilbranche. Da es lange verboten war, die Pflanze in Deutschland anzubauen, hat man erst kürzlich begonnen, den Rohstoff genauer zu untersuchen und ist dabei auf großes Potenzial gestoßen. Die Hanfpflanze ist eine besonders ertragreiche Nutzpflanze und deutlich umweltfreundlicher als Baumwolle. Sie wächst sehr viel schneller nach und es werden keinerlei Pestizide oder Insektizide beim Anbau gebraucht. Für Baumwolle werden laut Environmental Protection Agency jährlich circa 20 Mio. kg Pestizide verwendet. Dazu kommt, dass die Baumwollpflanze Bodenerosionen durch ihre flachen Wurzeln fördert. Hanf hat sehr tiefe Wurzel und befördert so Nährstoffe von weit unten an die Oberfläche der Humusschicht. Damit wird der Boden vor Erosion geschützt.

Hanfstoffe zeichnen sich durch eine besonders hohe Festigkeit aus, die sich im Nasszustand noch erhöht. Die Faser wirkt antibakteriell, ist um das Achtfache stärker als Baumwolle und hält viermal so lang.

Aus der Hanffaser kann im Grunde genommen dasselbe hergestellt werden wie aus Bäumen, sprich Papier usw. Ein großer Vorteil von Hanf: Die Pflanze ist auf derselben Fläche etwa viermal so ertragreich wie ein Feld von Bäumen. 

Aus der Faser stellt man gegenwärtig vor allem Seile her, aber sie findet von Jahr zu Jahr immer mehr Verwendung als Naturstoff für Kleidung im Bereich DOB und HAKA.