Schneidematte

Schneidematte - was ist das genau?

Eine Schneidematte, auch Schneideunterlage genannt, gehört einfach zum Nähen dazu. Sie darf in keinem Nähzimmer fehlen, damit du den Stoff genau zuschneiden kannst. Die Größe - Din A3, Din A2, usw. - ist abhängig von deinen Projekten. Gerade bei der Arbeit mit dem Rollschneider ist sie unentbehrlich. Primär schützt die Schneidematte den Tisch vor unschönen Schnitten, Kratzern und Kerben, sie trägt aber auch dazu bei, dass die Klinge des Rollschneiders nicht so schnell stumpf wird.

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Schneidematten sind Unterlagen, auf welchen Stoffe oder natürlich auch Papier (beispielsweise für Schnittmuster) zugeschnitten werden können, ohne während des Schneidens den Tisch oder den Boden zu beschädigen. Die Matten sind außerdem rutschfest und sorgen somit dafür, dass du wirklich genau arbeiten kannst. Eine Schneidematte besteht oft aus drei Schichten: Die Unter- und Oberschicht sind etwas weicher und elastisch, während die Mittelschicht hart ist, sodass nicht die Gefahr besteht, durch die Schneideunterlage durchzuschneiden. Teilweise ist die Schneidematte auch in fünf Schichten aufgebaut und daher noch etwas hochwertiger und langlebiger. Bei solch einer Unterlage bieten zwei Zwischenschichten extra Schutz, während die harte Mittelschicht für Festigkeit sorgt. Die Oberfläche der Schneidematte ist außerdem "selbstheilend", das heißt, dass sich die Schnitte, die ein Rollschneider hinterlässt, von selber wieder schließen. Meistens sind die Matten beidseitig verwendbar und in unterschiedlichen Farben erhältlich.

Eine Schneidematte besteht normalerweise aus Kunststoff. Die innere Schicht ist hier aus Hart-PVC, während die äußeren Schichten aus speziellem Weich-PVC bestehen, sodass diese auch selbstheilend sind. Bei fünflagigen Matten sind die zwei Zwischenschichten ebenfalls aus eher weichem PVC.

Eine gute Schneidematte hat eine sehr glatte selbstheilende Oberfläche, wodurch der Stoff immer schön eben aufliegt und man sehr präzise und genau arbeiten kann. Außerdem sind Schneidematten meist beidseitig mit Zentimeter und/oder Inch- Einheiten bedruckt, sodass man auch direkt Stoff abmessen kann.

Die Inch-Skala auf der Schneidematte scheint erstmal eher unwichtig. Sie kann aber vor allem für englische Schnittmuster von Vorteil sein, da ein Umrechnen in die verschiedenen Maßeinheiten entfällt. Teilweise finden sich sogar Winkelanzeigen wie beispielsweise 45° und 90° auf der Schneideunterlage. Dadurch wird das exakte schräge Zuschneiden erleichtert, das vorallem bei Patchwork- oder Quiltprojekten eine große Rolle spielt.

 

Wofür verwende ich die Schneideunterlage?

Natürlich kommt eine Schneidematte (mit Maßeinheiten bedruckt und/oder selbstheilend) beim Nähen vor allem beim Zuschneiden der Stoffe zum Einsatz. Sie stellt gerade bei Patchwork oder Quilt Projekten - wie schon erwähnt - meist eine große Erleichterung für genaues Arbeiten dar.

Aber nicht nur beim Nähen erweist sich eine Schneidematte als durchaus nützlich. Natürlich kannst du auch Papier oder Pappe auf der Schneidematte zuschneiden. Darüber hinaus kannst du sie als Mal- und Bastelunterlage verwenden. Gerade mit Kindern vermeidet man so jegliche Bastelspuren (beispielsweise von Farben) auf dem Tisch. Bei Klebearbeiten musst du darauf achten, dass der Kleber nicht auf die Unterlage gerät. Er lässt sich meist nicht oder nur sehr schlecht entfernen. Daher entstehen Unebenheiten, die vor allem beim Schneiden von Stoffen störend sind, da diese nicht mehr glatt und eben aufliegen. Für Menschen, die viel am Computer arbeiten, kann eine Schneidematte außerdem als Mousepad fungieren.

Da manche Schneidematten auch hitzebeständig sind, eignen diese sich zudem auch hervorragend als Bügelunterlage. Achte aber unbedingt darauf, deine Schneidematte nur dann als Bügelunterlage zu nutzen, wenn diese vom Hersteller auch wirklich als hitzebeständig beschrieben wurde!

 

Wie groß ist die Matte?

Schneidematten gibt es in allen möglichen Größen. Ob Din A4 (210 x 297 mm) , A3 (297 x 420mm), A2 (420 x 594 mm) oder A1 (594 x 841 mm) kannst du entscheiden. Es gibt sogar noch größere Schneidematten wie beispielsweise 600 x 900 mm. Natürlich spielt bei der Wahl der Größe auch dein Nähprojekt eine Rolle und wie viel Platz du für dieses brauchst. Außerdem gibt es faltbare Matten, sodass diese, wenn sie gerade nicht gebraucht werden, nicht so viel Platz einnehmen. Eine platzsparende und faltbare Schneidematte kann natürlich auch praktisch sein, wenn du diese irgendwohin mitnehmen willst.

Faltbare Schneidematten und sogar drehbare Schneidematten sind im Handel erhältlich. Eine drehbare Matte ist meist auf einer rutschfesten Unterlage fixiert. Die Schneidematte an sich lässt sich somit ohne Verrutschen um die eigenen Achse drehen. Eine drehbare Schneideunterlage kann vor allem dann hilfreich sein, wenn du einen Stoff von verschiedenen Seiten aus zuschneiden musst. Sie eignet sich daher zum Beispiel für Patchwork Projekte besonders gut.

Schneidematten gibt es in allen möglichen Farben, vorwiegend grün, aber z.B. auch rot und grau. Die Farben haben keine Auswirkung auf die Qualität. Darüber hinaus gibt es transparente und translucente Schneideunterlagen, die aber nur auf einer Seite mit einem Raster bedruckt sind. Auch hier hast du also die "Qual der Wahl".

 

Wie lange ist die Lebensdauer?

Beanspruchung spielt bei der Lebensdauer der Schneidematte die entscheidende Rolle. Wenn du viele Teile immer wieder an der gleichen Stelle mit der gleichen Schnittführung zuschneidest, bedeutet das eine große punktuelle Belastung. Dieser kann deine Matte nicht lange standhalten. Es ist wichtig, dass du darauf achtest, dass die Schnitte möglichst über die ganze Fläche verteilt werden. Das verlängert die Lebensdauer der Schneidematte enorm.

Die meisten Schneidematten vertragen keine direkte Sonneneinstrahlung, bzw. Hitze insgesamt. Sie werden dann wellig. Nur ganz spezielle Matten erlauben es, dass du darauf bügeln kannst ( Wichtig: Hersteller muss das extra angeben). Auch Kälte ist der Schneidematte nicht zuträglich.

Bei dem Schneiden mit dem Rollschneider oder Cutter musst du auf den Schnittwinkel achten. Schneidest du im 90 Grad Winkel, ist alles in Ordnung. Bei schrägen Schnitten lösen sich allmählich kleine V-förmige Stückchen oder Streifen und die Fläche wird uneben und rau. Eine akkurate Arbeit ist dann nicht mehr möglich.

Auch das Lagern der Schneidematte hat Einfluss auf die Lebensdauer der Unterlage. Du darfst sie auf keinen Fall knicken oder rollen. Insgesamt führt falsche Lagerung zu Knicken oder Beulen, die fast nicht mehr weggehen. Die Matte sollte stets flach liegend - auch nicht stehend - aufbewahrt werden, notfalls unterm Bett.

Beachtest du alle diese Aspekte, kann deine Schneidematte für viele Jahre ein treuer Helfer für dich sein.

 

Was sollte ich bei der Pflege meiner Schneidematte beachten?

Wische deine Schneideunterlage regelmäßig mit einem feuchten Tuch (am besten sollte dieses Tuch aus Microfaser sein) ab. Obwohl die Schneidematte eigentlich robust ist, solltest du nur etwas Geschirrspüler verwenden. Keinesfalls darfst du jedoch scharfe Putz- oder Reinigungsmittel benutzen. Sie beschädigen die Oberfläche und entfernen oft auch den Rasteraufdruck. So bleibt die Schneidematte zum einen schön sauber, zum anderen bleibt die Oberfläche auch länger "selbstheilend". Nebeneffekt ist, dass auch die Klinge des Rollschneiders länger scharf bleibt. Du musst diese nicht so schnell gegen eine neue Ersatzklinge austauschen. Stumpfe Rollschneider können zu grobe Schnitte in der Oberfläche hinterlassen und in Folge dessen die Schneidematte beschädigen. Achte daher immer darauf, dass die Klinge deines Rollschneider noch scharf ist.

Außerdem kann es sein, dass du irgendwann mal nervige Flusen in deiner Schneidematte bemerkst. Woher kommt das? Wenn du deinen Stoff auf der Schneidematte zuschneidest, werden sehr kleine Fasern und Fusseln in die Schnitte gedrückt. Da eine Matte aber selbstheilend ist, bleiben diese Fusseln dann in der Schneidematte hängen. Sie werden nämlich in den selbstheilenden Schnitten 'eingeklemmt'. Um die Fusseln zu entfernen, bietet es sich an, ein Paketband gut auf die Schneidematte zu drücken und dieses dann zusammen mit den Rückständen abzuziehen. Auch die herkömmliche 'Fusselrolle' kann von großer Hilfe sein. Eine andere Möglichkeit ist: du bewegst deine Schneidematte während des Abwischens mit einem feuchten Tuch über die Tischkante. Durch die Biegung werden die Schnitte leicht geöffnet und du kannst die Fusseln aus diesen abwischen.

 

Kaufempfehlungen für dich

Unterschiedliche Schneidematten sind bei uns online erhältlich. Achte darauf eine selbstheilende Schneidematte auszuwählen und die Größe passend zu deinen Nähprojekten. Empfehlenswert sind die etwas größeren Maße, ab ca. Din A3, eher größer. Bei Platzproblemen kannst du dich ja für eine faltbare Schneidematte entscheiden. Oft ist es auch von Vorteil, die Schneidematte und den Rollschneider von der gleichen Firma (also beispielsweise beides von Prym) zu kaufen, da sich die beiden Hilfsmittel so meist perfekt ergänzen und gut zusammen funktionieren. Du kannst dann sehr genau, präzise und einfach arbeiten. Die bei uns gekaufte Schneidematte wird schnell und ohne Probleme zu dir nach Hause geliefert.

Stand 17.07.20